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Vom Fundstück zum Mittelpunkt:
Historische Brunnen neu gedacht

Reportage: Seit über 35 Jahren restauriert SAGER historische Natursteinbrunnen und fügt sie mit viel Gespür in neue Gartenräume ein. Der Bericht zeigt, wie aus gealtertem Stein und lebendigem Wasser einzigartige Orte mit Geschichte entstehen.

Quelle: gPlus, Ausgabe 13/2026

Text: Felix Käppeli; Fotos: zVg SAGER Brunnen & Skulpturen AG


Im Juli 2026 berichtete das Fachmagazin gPlus: Fachmagazin für die grüne Branche über uns.

Die nachfolgende Fassung basiert auf dem ursprünglichen Beitrag und wurde für die Veröffentlichung auf unserer Website ohne Bilder übernommen.


Herzlichen Dank an gPlus!

Seit mehr als 35 Jahren gibt die SAGER Brunnen & Skulpturen AG aus Gontenbad historischen Brunnen ein neues Leben. Mit ihrer eigenen Restaurierungswerkstatt und spezialisierten Montageteams sucht das Unternehmen aus dem Kanton Appenzell in der ganzen Schweiz und im benachbarten Ausland nach ausgewählten Objekten. Diese werden fachgerecht restauriert und für eine neue, zeitgemässe Nutzung aufbereitet. 


Zwischen gealtertem Naturstein und Wasser entfaltet sich ein stiller Mittelpunkt von einzigartiger Ausstrahlung: ein Brunnen mit historischem Charakter. Er ist weit mehr als ein Ausstattungselement – er prägt den Gartenraum und verleiht ihm eine eigene, klare Identität. Das Wasser bringt lebendige Bewegung, während der antike Stein Schönheit, Ruhe und eine spürbare Beständigkeit ausstrahlt.

In diesem Spannungsfeld entfaltet sich sein besonderer Reiz, seine ganz persönliche Handschrift. So wird der Steinbrunnen zum integralen Bestandteil einer fein komponierten Umgebung – exemplarisch sichtbar in realisierten Projekten der Firma SAGER.

Die auf historische Brunnen und Skulpturen spezialisierte Werkstätte SAGER Brunnen & Skulpturen AG folgt einem zeitgemässen Firmenkonzept – auch vor dem Hintergrund, dass die Gärten heute kleiner und naturnaher gestaltet werden. Inhaber Marco Sager hat es sich zur Auf- gabe gemacht, ausgewählte Brunnenobjekte mit grosser Sorgfalt und feinem Gespür für Details aufzubereiten und harmonisch in neue Gartenräume einzufügen.

Die anspruchsvolle und präzise Handwerksarbeit erfolgt in der hauseigenen Werkstatt. Im Zentrum steht dabei stets der Erhalt des ursprünglichen Charakters der Natursteinbrunnen: Ihre Geschichte und Authentizität sollen trotz Restaurierung spürbar bleiben. Gerade die gewachsene Patina und individuelle Gebrauchsspuren verleihen den Unikaten eine besondere Anziehungskraft – und machen ihren eigentlichen Wert aus.


Historische Brunnen: Zeitlose Anmutung für lebendige Gärten

«Historische Brunnen besitzen eine unvergleichliche Ausstrahlung und Faszination», erklärt Marco Sager, der Philosophie und Geschichte studiert hat und sich daher seit jeher mit Objekten von historischer Tiefe verbunden fühlt. «Man sieht ihnen ihre Vergangenheit an: ungewöhnliche Formen, natürliche Alterung, Spuren menschlicher Nutzung. Genau das lässt sie so selbstverständlich in Gartenlandschaften wirken.»

Natursteinbrunnen faszinieren nicht zuletzt durch das Material selbst. Seine Bearbeitung ist aufwendig, jede Form verlangt sorgfältige Planung. Proportion, Steinwahl und Farbigkeit müssen präzise aufeinander abgestimmt sein – nur so entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Ist der Brunnen einmal am richtigen Ort platziert, wirkt es oft, als hätte er schon immer dort gestanden.

Die Objekte stammen mitunter aus Frankreich oder Italien, und ihre Beschaffung erfordert Erfahrung und ein geschultes Auge. Häufig werden Brunnen im Zuge von Umgestaltungen angeboten, oder Sager wird gebeten, Stücke aus Nachlässen zu schätzen. Daraus ergeben sich nicht selten neue Angebote. Heute umfasst das Sortiment in Appenzell Innerrhoden über 200 Natursteinbrunnen – eine vielfältige Auswahl für unterschiedlichste gestalterische Ansprüche.


Zeitlose Anmutung, gegenwärtiger Ausdruck

Die Gestaltung mit antiken Steinbrunnen folgt einer stillen und naturverbundenen Haltung. Naturstein prägt das Bild – nicht nur als Dekor, sondern als Träger von Gewicht, Zeit und Veränderung. Sein Ausdruck wandelt sich mit Licht und Witterung, wirkt mal streng, mal weich, mal beinahe skulptural. So bleibt der Brunnen lebendig, ohne sich aufzudrängen, und wird – klug platziert – zum ruhenden Pol, der den Gartenraum ordnet und zusammenführt.

Mit Naturstein zieht somit ein Material in den Grünraum ein, das haptisch anspricht und eine unmittelbare Nähe zur Landschaft vermittelt. Besonders bei antiken Brunnen wird oft versucht, ihre Herkunftsgeschichte nachzuvollziehen – sie sind nicht nur Gestaltungselemente, sondern auch kulturelle Träger.

Ihr leises Plätschern, die visuelle Verbindung zu historischen Gebäuden und ihre ganzjährige Präsenz bereichern die Gartenatmosphäre spürbar. Materialien wie Kunststoff, Stahl oder Chromstahl hingegen wirken häufig fremd und stehen im Kontrast zu einem natürlichen Gartenbild.

Ein alter Steinbrunnen ist eine natürliche Skulptur und Wasserquelle zugleich, ein leiser Gegenentwurf zu funktional verdichteten Aussenräumen. Dort, wo Atmosphäre gefragt ist, entfaltet er seine Stärke: im sanften Klang des Wassers, in der Klarheit seiner Form, in der Selbstverständlichkeit des Materials.

Historisch in der Anmutung, doch gegenwärtig im Ausdruck, wird er zum Ort – einer stillen Einheit aus Stein, Wasser und Grün. Oder anders ausgedrückt: einem Element von unverwechselbarer Prägung.


Badebrunnen – Kulturgeschichte trifft Gartenkomfort

Wasser ist der Ursprung des Lebens. Seit jeher begegnet der Mensch diesem kostbaren Gut mit besonderer Aufmerksamkeit und Fürsorge. Wo Wasser sprudelte, entstanden nicht nur Orte der Versorgung, sondern auch des Austauschs und der Begegnung. So wurde der Brunnen schon früh zum Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens.

Besonders Badebrunnen stehen seit jeher für Geselligkeit, Erholung und das Miteinander. Sie schaffen Räume, in denen Menschen zusammenkommen – und erinnern daran, dass Gemeinschaft eine der wichtigsten Grundlagen für ein gelingendes Zusammenleben ist.

In Basel hat sich daraus beispielsweise eine eigentliche Bewegung entwickelt: Historische Quartierbrunnen werden wieder- entdeckt, als Badeorte genutzt und zu geselligen Treffpunkten für die Nachbarschaft.

Im privaten Garten setzt sich diese wunderbare Idee fort. Die historischen Badebrunnen von SAGER bezeugen die Rückkehr dieser alten und unvergleichlichen Badekultur. Das Wasser ist nicht nur zum Anschauen da, sondern zum Geniessen und Erleben. Es gehört zu jener zeitlosen Kultur, die zum Eintauchen einlädt und zum Verweilen bewegt. Der Badebrunnen knüpft somit an die Garten- und Badetraditionen von früher an, in der Wasser als unmittelbares Element des Lebensraums wahrgenommen wurde. Er ist Skulptur und Badestelle zugleich.

Auch heute bietet ein Badebrunnen als funktionales Element im eigenen Garten eine unkomplizierte Möglichkeit zur Abkühlung – selbst auf kleinem Raum und für mehrere Personen. Allerdings eignet sich nicht jeder Brunnen dafür. Entscheidend sind ausreichende Länge und Breite sowie eine angenehme Tiefe, die ein bequemes Sitzen erlaubt. Ebenso wichtig ist eine auf den Brunnen abgestimmte Bewirtschaftung.

Technisch lässt sich ein Badebrunnen mit unterschiedlichen Systemen zur Wasseraufbereitung ausstatten. Die Firma SAGER verfolgt dabei bewusst einen reduzierten Ansatz und setzt auf einfache Lösungen. Bereits die ersten realisierten Badebrunnen kamen ohne komplexe Technik aus – mit entsprechend positiver Resonanz. Schon dank regel- mässigem Wasseraustausch und integriertem Wasserfilter wird die Verschmutzung merklich reduziert.

Für eine Zirkulation mittels Filterpumpe sind jedoch kleinere Anpassungen am Becken notwendig. Optional kann eine Wärmepumpe integriert werden, die in der Übergangszeit für angenehme Temperaturen sorgt und im Hochsommer zusätzlich eine Kühlung des Wassers ermöglicht.

Schlussendlich kann aber auch ein bewährtes Poolsystem die Brunnenbewirtschaftung übernehmen. Es ist immer eine Frage des Kundenwunsches und der Verhältnismässigkeit.


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